Presseberichte

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Aus dem Zürcher Unterländer vom Dienstag 27.7.1999 und Rümlangerblatt vom Freitag 30.7.1999:

"... "In jedem einzelnen Schmuckstück steckt viel Herzblut drin", erklärt Tobias Lienhard. Der 39- jährige Rümlanger hat sich vor gut einem Jahr autodidaktisch das Herstellen von Schmuck angeeignet. Sein Stil ist schlicht und schnörkellos. Er mag Schmuckstücke mit Steinen wie zum Beispiel Lapislazuli. Mit Perlen kann er hingegen nichts anfangen."

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"Der 39jährige Tobias Lienhard gestaltet seit gut einem Jahr Goldschmuck.

"Ich gebe jedem Schmuckstück einen Namen"

Seit einem Jahr arbeitet T.L. als Schmuckgestalter. "Ich bin Autodidakt" erklärt der 39jährige Rümlanger. Seine Finger- und Ohrringe sind (waren) im Hotel "Airôtel" ausgestellt. "meine Schmuckstücke sind alle aus 18 Karat Gold. Ich mag schnörkellose und schlichte Finger- und Ohrringe", beschreibt Lienhard seine Kreationen. Er arbeitet gerne mit geometrischen Figuren und Symbolen. Seine Schmuckstücke tragen schillernde Namen wie ... " the kiss of the spiderwoman" oder "modern times". "Ich gebe jedem Objekt einen Namen" erzählt der ... Rümlanger und ergänzt : "In jedem einzelnen steckt viel Herzblut drin."

"Erfüllung gefunden"

T. L. hat sich das Handwerk vorwiegend selbst beigebracht. "Ich bin Autodidakt, besuche aber regelmässig Schmuckkurse an der Migros Klubschule." Seit März 1999 hat er ein eigenes Atelier.....Weil Goldschmied eine geschützte Berufsbezeichnung ist nennt sich Lienhard Schmuckgestalter. Die Arbeit hat er erst vor einem guten Jahr entdeckt. ....... Bereits kann der Künstler, der selbst keinen Schmuck trägt, in Rümlang permanent seine Werke ausstellen. "Sie können in einer Vitrine im Hotel "Comfort" (Anm.: konnten, bis Juni 2004)  besichtigt werden. Alle seine Finger- und Ohrringe sind handgefertigt. "Ich stelle auch Schmuck nach Wunsch her", erklärt Lienhard. Er müsse aber dazu stehen können. "Ich kann kein Schmuckstück anfertigen, das mir nicht gefällt. ".....Ringe mit Steinen wie Lapislazuli, Rubin oder Saphir kosten zwischen 800 und 200 Franken. Ohrringe sind .. ab 500 Franken zu haben.....T. L.: "an Ideen fehlt es mir nie." 

Nicole Jöhl

 


 

Aus dem Wochenspiegel vom 4. 11. 1999 „Goldschmuck einzeln von Hand gefertigt,"

"...Lienhards Schmuck besitzt einen eigenen Stil, sozusagen ausserhalb vom „Mainstream“. Meist klare, einfache Formen prägen seine Linie.Inhaltlich findet man schlichte geometrische Muster und häufig religiöseSymbole. Das Symbol, dass allerdings am häufigsten in seinen Werken auftaucht, ist das Herz, meist verbunden wieder mit schlichten Formen der Ringe und anderen Schmuckstücke, wo es mal als Stein, mal graviert in Erscheinung tritt. Seit einiger Zeit betreibt er sein eigenes Atelier, wo er seiner Arbeit mit viel Freude nachgeht. Er fertigt dort seine eigenen Kreationen, sowie Schmuckstücke, die er in Zusammenarbeit mit der Kundschaft auf deren Wunsch entwirft. Alles aber, was er macht, muss seinem Geschmack und seinen künstlerischen Ansprüchen genügen, sonst lehnt er auch mal einen Auftrag ab. Aber fast immer wird man sich einig über die Gestaltung. Alle Stücke sind einzeln gefertigt, auf Wunsch wird ein Modell in der Grösse für den/die Täger/in angepasst oder neu gefertigt. Man kann ihm auch das Versprechen abringen, dass er dasselbe Modell nicht noch einmal herstellt, und so hat man die Garantie, dass man in Besitz eines echten Einzelstückes gekommen ist. Als Zeichen für seine Arbeit hat er die Jakobsmuschel, Symbol des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela in Galizien, Spanien gewählt."

(Inzwischen habe ich mein eigenes Logo entworfen)

 

 


 

 

vom 29.8.2006,

 

 

 

I

Angetroffen. Tobias Lienhard hat ein Kochbuch mit veganen Rezepten verfasst

«Als Veganer kann man gut essen»

Tobias Lienhard ist Veganer und sorgt damit bei vielen für Kopfschütteln. Doch für ihn steht fest: Nicht Veganismus, sondern Fleisch essen ist extrem.

Isabel Plana

Eine Pizza Funghi hat Tobias Lienhard an diesem Mittag vor sich auf dem Teller. Nur Pilze und Tomatensugo bedecken den Brotteig, kein Schinken, kein Mozzarella. Seit zwei Jahren ist der Rümlanger Veganer, konsumiert weder Fleisch noch Fisch und auch sonst keine Tierprodukte wie Milch, Käse, Eier oder Honig. «Tiere sollen wegen mir nicht getötet, verletzt oder ausgebeutet werden. Sie haben eine Seele und einen Geist, genau wie wir Menschen auch.»

«Gesünder als früher»

Der Weg zum Veganismus führte bei Lienhard über eine psychische Erkrankung. «Ich war auf der Suche nach körperlicher und geistiger Heilung. Yoga und Meditation waren Teil dieses Prozesses. Durch einen Yogalehrer habe ich zunächst zum Vegetarismus und schliesslich zum Veganismus gefunden.» Früher habe er viel geraucht. Das habe er mittlerweile aufgegeben. Ebenso wie den Alkoholgenuss und den Verzehr von Tierprodukten. «Jeder dieser Schritte war eine Befreiung von früherer Abhängigkeit, eine Stärkung des guten Gewissens.»

Deshalb vermisse er nichts von dem, was er früher noch gegessen hat. Ebenso wenig leide er unter Nährstoffmangel. «Im Gegenteil. Ich fühle mich viel gesünder als früher. Statt einer Woche brauche ich heute nur zwei Tage, um mich von einer Grippe zu erholen.»

Rezepte auf vegan übersetzt

Beides mag wohl daran liegen, dass es eine Reihe pflanzlicher Ersatzprodukte gibt: Kokosmilch statt Milch oder Rahm, Soya-Klösse für Geschnetzeltes, dunkle Maracaibo-Schokolade anstelle von Milchschokolade. Wie solche Ersatzprodukte und eine Reihe von Gewürzen – Lienhard hat über 70 – in der Küche eingesetzt werden, zeigt er in seinem Kochbuch «Vegan schlemmen». «Ich koche leidenschaftlich gern und lade ab und zu Freunde zum Essen ein – vegan versteht sich.» So hätten sich über die Jahre viele Rezepte angesammelt. Herkömmliche wie Spaghetti, die er auf vegan übersetzt habe, sowie selber kreierte. Warum nicht alle in einem Buch festhalten und mit anderen Leuten teilen? «Ich möchte zeigen, dass man als Veganer ebenso lecker essen kann.»

Apfelkompott mit Tolstoi

Für Lienhard, der sich als Idealist bezeichnet, ist Veganismus nicht bloss Ernährungsgewohnheit oder Diät, sondern vielmehr eine Geisteshaltung und Lebensphilosophie. «Ich möchte die Leute weder manipulieren noch bekehren. Aber ich habe eine Botschaft. Ich will klar machen, was es bedeutet, Tiere zu essen.» Er leide mit den Tieren, die täglich sterben müssten, und der Zerstörung, die der Mensch anrichte. «Ich wünsche mir ein Leben im Einklang mit der Natur und eine Welt in Frieden.»

Die dazu notwendige geistige Weiterentwicklung setze im Vegetarismus und Veganismus ein. «Dafür stehen grosse Namen wie Leonardo da Vinci, Franz Kafka, Leo Tolstoi oder Albert Schweitzer, die auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichtet haben sollen.» Zahlreiche ihrer Sinnsprüche und Zitate, die Lienhard am Ende seiner Rezepte aufgeführt hat, erinnern daran. So sinniert etwa Tolstoi beim Apfelkompott: «Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.»

 

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