| Bemerkung: Ich habe den
Vortrag mehr oder weniger so online geschaltet, wie ich ihn abgelesen habe. Spontane
Einwürfe beim Vorlesen sind nicht dokumentiert. Änderungen und Erweiterungen neueren
Datums färbe ich blau ein, Zitate sind dunkelgrün. Möchtet Ihr den Vortrag lesen, so
empfiehlt es sich, ihn erst auszudrucken, so ermüden die Augen weniger. Auf meine Website
zurück kommt Ihr mit dem "zurück"- Button in Eurem Browser oder hier:

***GESPRÄCH***
(keine "Behandlung"
oder "Therapie")
Ich biete Beratungen für Menschen, die
Vegetarier / Veganer werden wollen, aber noch irgendwelche Widerstände oder Probleme
damit haben. Zeige Visionen von Friede und Gesundheit und probiere Dir zu helfen, Knöpfe
zu lösen und evtl. auch Hoffnung zu schöpfen. Was nicht geht, ist, Deine Probleme bei
mir abzuladen, ohne dass Du Bereitschaft zeigst, Dich auf diesen Weg des Nichttötens und
Nichtverletzens einzulassen, da ich tatsächlich der festen Überzeugung bin, dass
Gesundheit und Friede, und Fleischkonsum auf lange Sicht unvereinbar sind. Ich erwarte
Entschädigung nach Einkommen und Vermögen, also einen Sozialtarif. Also mindestens das,
was Du auf die Stunde netto verdienst. Jedermann willkommen, auch bei finanziellen
Schwierigkeiten, die Sache ist wichtiger als das Materielle. Ich freue mich auch über ein
herzliches Dankeschön oder Naturalien. Vertrauen Ehrensache.
nur per Mail möglich auf
.


zu meinem
Buch mit veganen Rezepten



Neu auch als
zum einfachen Ausdruck


Vegetarismus, warum?
© Tobias Lienhard, CH - Rümlang
Kurze Einführung
Für die einen von Euch mag das nahrhaft sein, was Euch
hier auftische, je nachdem wie man sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt hat. Unter
Umständen treffen etwas viele neue Gedanken auf Euch. Gedanken, die ich in den letzten 10
Jahren als Vegetarier gedacht und zusammengetragen habe. Ich hoffe, etwas zu Eurem
geistigen Fortkommen auf einem vielleicht noch wenig erforschten, aber deswegen nicht
unwichtigen Gebiet beitragen zu können. Sollten diese Gedanken für jemanden zuviel
werden, z. B. ein schlechtes Gewissen auslösen, fühlen Sie sich frei, den Raum zu
verlassen, es ist aber keineswegs meine Absicht Schuldgefühle zu erzeugen oder Vorwürfe
zu machen, ich möchte Euch nur ein paar Dinge ins Bewusstsein aufsteigen lassen. Bei
Fragen zum Verständnis meldet Euch bitte gleich, diskutieren können wir dann am Schluss.
(neueste Ergänzungen in dieser Farbe)
Inhalt
- Fleisch und Gewalt
- Fleisch und Krankheit
- Tier und Seele
- Mensch und Tier, Psychologie und Glaubensstrukturen. Wie
rechtfertigen wir das Töten von Tieren?
- Fleisch und Karma
- Was ist mit Huhn?, mit Fisch?, mit Eiern?
- Tierische Produkte wie Milch, Käse? In diesem Zusammenhang
die Würde des Tiers (z.B. als "Nutztier")
- Das Wesen von Mensch und Tier und das Wesen der Pflanzen
- Vision vom Frieden, Verweis auf die Geschichte Indiens
Das erste Kapitel lautet:
Fleisch und Gewalt.
Wir müssen uns bewusst sein, dass der Genuss von Fleisch
immer mit dem Töten von Tieren, von Lebewesen, von Leben verbunden ist.
Nun, das Töten stellt die höchste Form der Gewalt dar. Gewalt kennt viele Stufen und
Zwischenstufen bis zum Töten. Angefangen bei einer kleinen verbalen Verletzung, über
subtiles Unterdrücken, dann Beleidigen, Mobben, Manipulieren, Beschimpfen, dann
vielleicht eine Ohrfeige, also körperliche Gewalt, Bindung, Zwang, Nötigung, dann
seelische und körperliche Folter, hin zum Quälen, schlagen, Knochen brechen, zum
Krüppel schlagen und schliesslich das Töten. Ich will hier Gewalt nicht zelebrieren,
verschliessen wir aber nicht die Augen vor den Tatsachen, dass wir uns mit Fleisch in
stärkster Form an einem Lebewesen, am Leben vergehen. Seien wir uns im klaren, welche
gewalttätigen Energien wir damit auf der Erde aufspeichern und wundern wir uns nicht,
wenn davon ein Teil auch uns erwischt, in welchem Grad auch immer.
Noch zum Thema Gewalt: wir alle kennen die strukturelle Gewalt in unserer Gesellschaft,
die gesellschaftlichen Zwänge, denen wir praktisch täglich seit klein auf ausgesetzt
sind. Schulzwang, Ausbildung, Militär, Ausbeutung von Mensch und Tier. Und wer sich nicht
an die Regeln hält macht Bekanntschaft mit Bussen, Rechtssystem, Heimen, Massnahmen,
Gefängnis oder Psychiatrie. Das ist in dem Masse nur in einer gewalttätigen Gesellschaft
möglich. Gewiss, eine friedfertige vegetarische Gesellschaft hätte auch ihre Strukturen,
nur denke ich, der Umgang untereinander könnte viel lockerer gestaltet werden. Es gäbe
viel mehr Platz für einen gegenseitigen liebevollen Umgang. Die geistige Welt drückt
sich ja in der physischen aus.
Das nächste Kapitel habe ich
Fleisch und Krankheit
getauft
Die "Menschheit" als Ganzes stellt ja neben der
individuellen auch in der Gesamtheit eine geistige, seelische Grösse, Einheit dar. So
postuliere ich, dass es auch eine "Rinderheit", eine "Schweineheit"
etc. etc. gibt.
Die meisten - wenn nicht alle - hier, glauben ja, dass die Existenz mit dem Tod nicht
einfach vorbei ist.
Denken wir nur einmal daran, dass der Körper mit dem Tod nicht vergeht, nein, er baut
sich ja einfach in die Erde ein, so kann man sich entsprechend vorstellen, dass es mit dem
Geist auch nicht vorbei ist: Geist ist Energie und von der Physik her kennen wir ja den
Energieerhaltungssatz. Wie lange die Seele hingegen ihre Individualität behält, darüber
wage ich keine Aussage, denken wir aber nur an eine wichtige Seele wie den Dalai Lama, der
hat ja nur schon als solcher 13 Inkarnationen hinter sich und davor sich sicher viele
Leben in diese Position entwickeln müssen.
Ob nun Tiere auch eine individuelle Seele haben, das will ich später zu zeigen versuchen,
nehmen wir es einfach einmal so an, - den meisten wird das nicht schwer fallen,- so
dürfen wir annehmen, dass die "Rinderheit" und "Schweineheit"
individuell und im Kollektiv diesen gewaltsamen Tod nicht einfach so hinnehmen. Können
wir uns vielleicht so Unglück, Krankheit, Mobbing, Stress etc. als Steigerung im
Kollektiv Krieg oder Terror in unserem Leben erklären? Wenn wir aufwachen und bemerken,
was wir hier eigentlich tun, dann können wir es erahnen.
Ein grundlegend gewalttätiges Potential tragen die meisten Menschen, viele unbewusst, mit
sich herum (davon später mehr), so dass wir uns selbst auch manches Hindernis in den Weg
legen, wir also auch am Leid unserer Mitmenschen, - nicht nur der Tiere - oft beteiligt
sind. Fleischessende Menschen brauchen das ja, sie müssen im Training bleiben gegen die
Tierwelten. So wird das Leben zum ständigen Kampf.
Dürfen wir aber annehmen, wenn wir uns so an der Natur, und an der, wohlverstanden,
beseelten, Tierwelt vergehen, dass sich das nicht rächt? Warum sind so viele Menschen
krank, brauchen so viele Medikamente, warum herrschen vielerorts Krieg und
Auseinandersetzung bis in die Familien hinein, bis zum Unfrieden in uns selbst? Wo liegt
die Ursache? die Ursache, das weiss ich auch nicht, aber es hängt alles zusammen
und ich glaube, wir können diesen Teufelskreis durchbrechen.
Jetzt kommt das berühmte Zitat Tolstois: "Solange es
Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder geben". Je länger wir vegetarisch
leben, werden uns diese Zusammenhänge bewusst, das sind oft ganze Quantensprünge, die
das Bewusstsein macht, so kleine Erweckungen. Vieles was uns widersprüchlich erscheint,
löst sich auf, und Klarheit über so manches entsteht.
So ein Widerspruch kann sein: wie kann es sein, dass ich so leide, wenn ich doch so ein
guter Mensch bin, ich helfe doch, wo ich kann. Ja wieviel Leid füge ich denn anderen
Wesen, Lebewesen im gleichen Atemzug zu? Mehr als ein Lebewesen bin ich ja auch
nicht, ob intelligenter oder nicht!?? Wenn wir nun schon erahnen, was wir in unserem Leben
alles ausblenden, alles unter den Tisch wischen, sind wir dann wirklich soviel
"intelligenter"?
Der Umkehrschluss liegt ja auch schon nahe, dass das Leben auch der Tiere mit dem Tod
nicht vorbei ist, wenn wir das Leid auf der Welt sehen und spüren.
Wie können wir annehmen , wir könnten ohne Leid oder mit viel weniger Leid leben, wenn
wir täglich anderen Wesen so Leid bereiten?!
Wieso werden nicht alle Menschen krank, die Fleisch essen? Es erwischt immer das
schwächste Glied in der Kette. Aber können wir immer stark genug sein, alle Folgen
unseres Tuns von uns fernzuhalten? Wer ist immun gegen jegliche Krankheit und immer
unverwundbar? Wer gibt uns eine Garantie? (Ich gebe Ihnen zwar auch keine, wenn Sie auf
Fleisch verzichten, es gibt ja noch andere Faktoren, die unsere Gesundheit beeinflussen!)
Unwissen schützt auch im Geistigen nicht vor Strafe, nicht weil Gott uns straft, nein,
weil sie logische Folge unserer Handlungen ist.
Es wird schwierig für Sie, wenn Sie eine Zeit lang vegetarisch leben und durch
(wieder-)gewonnene Kraft helfend tätig sind und sie sehen, wie die Menschen diesen
Bereich stur verdrängen, nicht auf sie hören wollen und doch rennen sie immer wieder ins
Elend.
Darf man da überhaupt noch helfen, anders als aufklärend, greift man nicht in einen
natürlichen Prozess ein. Denn Leid will uns etwas zeigen, nämlich dass etwas nicht
stimmt! Wieder ganz einfach die Rechnung!
Die original Ayurveda-Ärzte, die streng an der Tradition festhalten, bestehen übrigens
auf einer vegetarischen Lebensweise - neben Verzicht auf Alkohol, Tabak und anderen Drogen
- denn sie sind nicht bereit, mit Menschen zu arbeiten, die sich nach und während der
Behandlung wieder an ihrer Gesundheit vergehen.
Nehmt diese Dinge, die ich Euch hier erzähle aber nur an, wenn Ihr das verstehen könnt,
oder die Erfahrung macht, nehmt es nicht als Suggestion, als self-fulfilling prophecies,
ich will nicht an Eurem Leid Schuld sein, falls Ihr weiterhin Fleisch esst. Aber genau
darum halte ich Euch diesen Vortrag, weil ich Euch Leid, wie z.B. meines ersparen möchte.
Man kann ja auch von anderen lernen, ohne dass man dieselben Fehler machen muss, durch
Einfühlen, das würde dann schon von Weisheit zeugen.
Andrerseits geht es mir bei diesem Vortrag besonders darum, Leben zu retten, denn ich
werte das Leben des Tieres nicht geringer als das des Menschen. Nehmen wir uns nämlich
nicht zu wichtig? Gott lebt in jedem Geschöpf, ohne göttlichen Funken gibt es kein
Leben. Wir sind alle eins und wir töten und essen eigentlich uns selbst.
Fast alle Tiere haben Augen, ausser vielleicht ein paar Meerestiere, und andere
Sinnesorgane. Ist es nicht das Recht oder zumindest der legitime Wunsch eines jeden
Tieres, wie der unsrige, wenn wir gesund sind, den Lebensfilm bis zu Ende zu sehen und
zwar in full sensurround? Die oben ausgenommenen Meerestiere empfinden vielleicht aber
Schmerz, sind also auch mit Sinnen ausgestattet.
Ich habe nun schon ein paar Aussagen zum Thema Fleisch und Gesundheit im Vortrag gemacht.
So nach dem Motto Leid erzeugt Leid. Ich möchte dazu nur noch anmerken, dass man nach
einiger Zeit als Vegetarier in diesem Zusammenhang hellfühlig werden kann. Man sieht die
"fleischigen" Menschen, die schwer gehen, von der Schwerkraft in den Boden
gezogen werden, von denen man spürt, dass sie krank sind, man spürt die Zusammenhänge,
ohne dass man es vielleicht genau erklären kann. Das kann einem auch bei jedem anderen
kranken Menschen passieren. Auch bei psychischen Krankheiten. Das war ja für mich der
Anlass, meine Lebensweise umzustellen.
Ich behaupte mit ganzer Überzeugung, dass seelische Gewalt, die wir vielleicht noch
erleben müssen, klar zusammenhängt mit der Gewalt, die wir, auch auf physischer Ebene,
selber ausüben oder auch ausüben lassen. Das kann man nach einiger Zeit vegetarischer
Ernährungsweise so wahrnehmen.
Die Energie der Gewalt bleibt erhalten, und ihre Qualität ändert sich nicht. Auch wenn
man sie transformieren könnte, was wohl ein verbotenes, gefährliches Spiel wäre,
dürfen wir erwarten, dass uns die "toten" Tierseelen verzeihen? Was wir
dürfen, ist unsere Gewaltbereitschaft in friedliche Energien transformieren! Aber
dann dürfen wir kein Fleisch mehr essen. Wenn wir vegetarisch leben, müssen wir das
sogar, denn wir können ja unsere Aggressivität nicht weiter ausleben.
Zum Thema Gesundheit gehört auch die Feststellung, dass der Körpergeruch und der Geruch
der Ausscheidungen durch eine vegetarische Lebensweise um ein vielfaches angenehmer
werden. Das gilt hoffentlich schon als Beweis für meine Darlegungen für die
Körperfetischisten unter Ihnen.
Auf der stofflichen Ebene seien die Hormone, Antibiotika und andere Zusätze nebenbei
erwähnt, mit denen die Tiere behandelt werden, und die man mitisst, etwas, das wir auch
immer wieder verdrängen und von dem wir noch zuwenig wissen, was die Risiken für unsere
Gesundheit sind.
Zur Vitamin B12 Diskussion empfehle ich
Euch die Seite http://vegetarismus.ch/info/28.htm
Bei Eisenmangel, auch ein häufig diskutiertes
Problem, das offenbar ab und zu bei Vegis auftritt, wird empfohlen, eisenhaltige
vegetarische Nahrung mit Vitamin C (z.B. mit Zitronensaft beträufeln) zu ergänzen, so
kann das Eisen vom Körper resorbiert werden, so wie Vitamin A nur durch Zugabe von Fett
oder Öl vom Körper aufgenommen wird. Das Internet ist sonst voll zu Beiträgen zur
Vitamindiskussion und anderen Beiträgen zur Gesundheit für Vegetarier und Veganer. Es
lohnt sich sicher, achtsam eine Umstellung vorzunehmen und bei Schwierigkeiten sich zu
informieren. Man soll aber auch das Unterscheidungsvermögen bemühen, und nicht einfach
alles glauben, was man liest oder hört.
Das dritte Kapitel ist mit
Tiere und Seele, Bewusstsein
überschrieben
Tiere werden auf dem Bauernhof, im Zirkus, im Zoo, im
Versuchslabor in Gefangenschaft gehalten, als hätten sie irgendwelche Verbrechen
begangen.
Tiere haben doch auch ein Bewusstsein, es geht mir aber nicht darum, das zu beweisen, das
spüren wir, oder eben nicht. Schauen wir einmal den Tieren in die Augen! Bei den
geliebten Haustieren wissen wir ja alle, dass sie eine Seele haben, wieso soll das nicht
für alle Tiere gelten? Andere Behauptungen sind so die Tricks, die unser Bewusstsein
anwendet, diese Verdrängungen, die wir brauchen, um unser Gewissen auszutricksen, wenn
wir Tiere quälen oder essen.
Sind wir denn nicht von der gleichen Art, wie die Tiere? Körper, Seele, Geist, ich wage
sogar zu behaupten, dass Tiere denken. Folgendes: Dass Tiere eine Sprache haben, das
können wir ja nachvollziehen, vielleicht könnt Ihr Euch ja mit Eurem Haustier
unterhalten, vielleicht glaubt Ihr den Tierkommunikatoren, dass sie das können,
hoffentlich glaubt ihr die Geschichten um Franz von Assisi. Sogar die moderne Ethologie
kommt langsam darauf. Vögel haben einen Balzgesang, einen Gesang um das Revier zu
verteidigen, einen Ruf, um Rangordnungen auszumarchen, etc., etc., sie können sich also
über alle wichtigen Lebenssituationen mit ihresgleichen austauschen, Sprache also!
So auch die Hunde, und Katzenhalter können sogar die Sprache ihrer Katzen verstehen,
obwohl die ja meist ganz leise sprechen.
Nun, wenn wir kommunizieren, können wir etwas sagen, ohne zuvor oder zumindest
gleichzeitig, die Inhalte zu denken? Nein, und so muss es auch den Tieren ergehen,
das scheint ein Naturgesetz zu sein. Sprache ohne Denken ist nicht möglich! Und das
Denken ist eine unserer inneren Stimmen, ist ja das womit wir uns noch am ehesten
identifizieren ("ich denke, also bin ich", meint Descartes). Ich nehme an, es
geht Euch da gleich wie mir, (nicht, dass es vielleicht nicht noch mehr gäbe...)
Es ist ja heutzutage möglich, Computerchips in der Grösse einer Stecknadel herzustellen,
die mehr können als die meisten menschlichen Gehirne. Das gebietet mir geradezu, die
Ameisen und die anderen kleineren Tiere neu zu betrachten. Ist das nicht unglaublicher
Hochmut, mit dem wir uns über diese Geschöpfe erheben, sind sie gar ebenso intelligent
wie wir? Oder noch intelligenter? Wir wissen ja auch, dass Ameisenstaaten raffiniert und
minutiös organisiert aufgebaut sind. Wie menschliche Lebensformen. Und zwischen Ameise
und Mensch befindet sich noch manch anderes intelligentes Geschöpf. (eine These lautet:
Ist Intelligenz gar etwas der Existenz innewohnendes?). Nicht versuchen zu beweisen muss
ich Euch wohl, dass Tiere Emotionen, Gefühle und Gemüt haben. Machen wir aber den Bezug
zu uns und sehen wir einmal, wieviel dass das von unserem Leben ausmacht und schliessen
wir daraus auf die Existenzberechtigung von Tieren, denn wieviel Anteil machen doch diese
Aspekte dabei aus, wenn wir unsere Existenzberechtigung versuchen zu begründen!
Nun kommen wir zum nächsten Kapitel. Es lautet:
Psychologie des "homo carnivorus",
Glaubensstrukturen, des Fleischessers.
Wir müssen wissen, dass viele unserer Glaubensstrukturen
(also unser Weltbild und unser Selbstbild) mit dem Fleischessen verbunden sind.
Betrachten wir einmal alle die Projektionen, die wir in die Tiere machen, schauen wir uns
erst mal doch die Meinungen über Tiere an und urteilen dann, ob es Projektionen sind oder
Wahrnehmungen. Projektion? Ich denke Sie verstehen, was eine Projektion ist? Sie sehen im
anderen, was zu Ihnen gehört. Vom lateinischen proicere, hinauswerfen. "Tiere sind
vom Trieb gesteuert" Na gut, das sagt die weibliche Menschheit auch noch über uns
Männer. Schauen wir aber mal, wo das auch auf uns zutrifft und nicht nur im sexuellen
Bereich. Das kann jeder für sich selbst herausfinden, gehen wir aber etwas tiefer, hat
vieles, das wir für vernunftgesteuert oder "höher" motiviert halten, auch
triebartigen Charakter. Wille und Trieb, wo sind die Unterschiede, wo die Grenzen, wo
verfügt allenfalls ein Tier auch über Willen? Ist das nicht auch so ein Trick des
Bewusstseins, zwei Begriffe für das gleiche zu verwenden, um uns von den Tieren
abzugrenzen? Sind nicht häufig Existenz- und andere Ängste und Wünsche auf der anderen
Seite Motiv für unser Handeln? Menschen sind intelligent, Tiere nicht. So geht die
Behauptung.
Haben wir schon angeschaut. Nur noch soviel dazu, ist Krieg "intelligent"?, ist
Biotech, Genmanipulation "intelligent"?, ist der Overkill
"intelligent"? Ist Rassismus "intelligent"? Sind all die menschlichen
Schwächen, wie Neid, Hass, Aggression, Habgier etc. "intelligent"? Dinge,
worunter die meisten von uns zeitweise leiden. Sind sie nur uns eigen? Ein paar davon
kennen auch die Tiere. Was ich mit vielen dieser Dinge sagen will, die Unterschiede sind
nicht so gross zwischen Mensch und Tier, wie die meisten glauben, nicht so gross, würde
ich meinen, dass sie ein Töten für einen rein sinnlichen Genuss rechtfertigen würden.
Ein paar wenige Prozent der genetischen Anlagen sind anders und damit begründen
wir unseren Hochmut. In einem 50stel der Gene ist die ganze Intelligenz, der ganze
vermeintliche "Mehrwert"?!
Wir sind ja keine Tiere, wir sind
eine besondere göttliche Spezies, höherstehend als alle Tiere, werden einige bei diesen
Gedanken empört ausrufen. Im Stillen hingegen sind wir uns alle einig, dass wir das
brutalste, rücksichtsloseste Wesen auf Erden sein können (darum gibt es ja wohl am
meisten von uns). Also was nun, das höchste Wesen? das Niederträchtigste? auch Tier (als
Raubtier offensichtlich nicht gerade ein edles, verglichen mit dem, was wir uns einbilden,
wir seien)? oder noch göttlicher als der Rest der Schöpfung? Widerspruch über
Widerspruch.
Wir sind ja viel intelligenter als die Tiere, wir können ein Handy, ein Auto, einen
Fernseher herstellen. Aber ehrlich, die meisten von uns können diese Geräte gerade mal
mit Mühe bedienen. Wollen wir alle Analphabeten zum Verspeisen freigeben? Soviel zur
Intelligenz und zur Doppelmoral.
Dieselbe Untersuchung wie mit dem Trieb könnt Ihr mit dem Instinkt machen, das überlasse
ich Euch. Vorschlag: geht mal auf eine hohe Kirche und schaut auf die Menschen herunter,
wie sie instinktiv einander ausweichen, ihren Weg finden, etc. Instinkt und Intuition:
Wieder zwei Begriffe für dasselbe? Ich weiss, man muss etwas wagen, um so zu denken.
Der nächste Glaubenssatz behauptet, wir seien höhere Wesen als die Tiere? Na ja, man
muss das glauben, um zu rechtfertigen, sie zu essen. Aber begeben wir uns damit nicht eine
Stufe unter viele Tiere? In solchen Wertungen ist ja immer eine grosse Willkür, die
Schweine finden sich womöglich auch besser als alle anderen. Solche Wertungen sind immer
relativ, abhängig vom Auge des Betrachters. Begeben wir uns auf eine absolute Ebene,
ist alles eins, gibt es kein oben und unten mehr.
Selbsterhaltungstrieb? Arterhaltungstrieb? Genau diese sagen uns, wir seien mehr als
andere Geschöpfe. Naturgegebener Hochmut, meinetwegen. Sehen wir aber, was er uns
für Leid bringt, so lösen wir uns besser schnell von diesem Hochmut. Aber, wenn der
Arterhaltunstrieb uns dann sagen wird: "stark bleiben!" habe ich dagegen
auch nichts einzuwenden. Aber nicht die Kraft gegen Schwächere wenden, sondern etwas
aufbauen damit zum Wohle aller Geschöpfe. Grenzen sind in einer physischen Welt wohl
nötig und nützlich, aber zuviel Abkapselung kann hochmütig und einsam machen.
Es ist ja geradezu das Wesen des
Arterhaltungstriebes, dass gewöhnliche Menschen denken, wir seien etwas besseres,
"höherstehendes" als die Tiere, das ist aber auch jeder Tierart so gegeben,
denn jeder Art ist der Arterhaltungstrieb gegeben. So gesehen ist die Unterscheidung
Mensch - Tier willkürlich und die Argumentation, wir seien von besonderer Art, können
wir in einer seriös geführten intellektuellen Diskussion nicht mehr gelten lassen.
Oft wird ja die Behauptung, der Mensch sei ein höher stehendes Wesen als die Tiere, damit
begründet, dem Menschen sei die Fähigkeit gegeben sich zu entscheiden, dem Tier hingegen
nicht. Betrachten Sie einmal alle Schöpfungen alle Orte, alle Zeiten und alle Ereignisse
als ein grosses Ganzes, als eine Einheit. In dieser Betrachtung gibt es keine 2 Dinge,
es braucht keinen "Ent-scheid". "Entscheiden" muss sich
nur, wer Ver"zwei"felt oder gespalten ist, wer mit sich im Reinen ist, und
natürlich lebt, hat dieses Problem nicht, dieser darf sich entschliessen,
wenn er etwas Neues will, also mit etwas Altem "Schluss" machen. "Scheiden" tut man sich höchstens von
dem, das der "Ent-schluss" nicht mehr zulässt, das aber zwangsläufig.
Schauen wir nur mal auf unser Leben zurück. Hat nicht einfach das eine das andere
ergeben? Auch die vermeintlichen Entscheide? "Entscheide Dich" ist gewöhnlich
eine Manipulation, ein unter Druck setzen, auch nicht selten in esoterischen Kreisen. Kaum
zu finden aber in den weitergehenden mystischen Schriften, z.B. der Bibel. Auf dieselbe
Art lassen sich "Verantwortung", "Freiheit" analysieren, die Mensch zu
eigen seien. Nimmt sich der Mensch da nicht zu wichtig? Ist da nicht das richtige
Verhältnis zur Umwelt verloren gegangen ist da nicht ein wenig Grössenwahn? Ein Blick in
den Sternenhimmel in einer warmen Augustnacht würde manchem dieser Esoteriker gut tun.
Das sind natürlich ketzerische Gedanken für den
westlichen Menschen in seinem Machbarkeitswahn.
„Verantwortung“
ist ein psychologisches, gesellschaftliches Konstrukt für den unreifen
Menschen. Er ist gespalten in Autorität (aussen) und ihm selbst, der
Rechenschaft ablegen muss für sein Handeln, „Antwort“ geben können „warum“
er das tut. „Eigenverantwortung“ ist verinnerlichte Autorität (der Eltern,
Lehrer, Arbeitgeber, Politiker etc).
Der ganze, weise Mensch braucht diese Spaltung nicht, er hat die beiden
Seiten in sich versöhnt, vereint, er handelt aus innerem Antrieb umsichtig,
achtsam, was eigentlich unter „verantwortlich“ verstanden wird. Er weiss,
dass es keine Warum des Warum gibt, keinen Grund des Grundes, dass die Frage
danach müssig ist. Der Weg des Menschen ist beschrieben wie der Weg der
Sonne und von allem in der Natur. Die Sonne geht am Morgen auf, wandert über
den Zenit und geht am Abend unter. So ist es mit dem Kreislauf des Wassers
und allem anderen in der Natur. Das Tier lebt natürlich in der Natur. So
steht auch der gesunde Mensch am Morgen auf verrichtet sein Tageswerk und
ruht sich in der Nacht davon aus, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Der ganze
Mensch handelt aus innerem Bedürfnis, aus gesunder Empathie moralisch,
„verantwortlich“. Darum kann der gesunde Mensch keine Tierleichen mehr
essen, aus reinem Mitgefühl, Mitempfinden für die Kreatur, ohne jemandem
dafür Rechenschaft ablegen zu müssen oder das Warum auch wirklich erklären
zu können. Er erkennt jede Spaltung als willkürlich, wie auch die
Unterscheidung Tier, Mensch und Gott.
In natürlichen Kulturen, wo die Menschen sich noch anmutig, sprich natürlich
bewegen, z.B. noch gefühlvoll tanzen kann - und nicht wie der Weisse wie ein
Spastiker künstlich versteiftem Rücken – ist diese künstliche Unterscheidung
nicht in dem Masse gegeben wie im Christentum. Da gibt es Tiergötter, da
haben Gott und die Götter menschliche Schwächen und v.a. ist diese gestörte
Beziehung zur Sexualität wie beim europäischen und nordamerikanischen
Christen nicht gegeben. Der weisse Christ kann ja nur mit schlechtem
Gewissen oder mit enthemmenden Drogen (um das schlechte Gewissen zu
verdrängen) seine Sexualität leben. Das ist das Verbrechen der katholischen
Kirche. Die Bibel ist ja bekanntlich ein Machwerk Kaiser Konstantins und
willensschwacher Geistlicher, der die Lehre Christis seinen unnatürlichen
Bedürfnissen angepasst hat. Der Urchrist weiss nämlich noch, dass Christus
selber kein Fleisch gegessen hat. Die diabolische Verdrehung der Kirche
bestand und besteht zum Teil heute noch, dass die Sexualität, die
„fleischliche“ Lust als Sünde dargestellt wird. Tatsache ist, dass der
Verzehr von Fleisch als solche zu betrachten ist. Das ist auch die
ursprüngliche Lehre.
„Jetzt
kramt der noch den altmodischen Begriff der Sünde hervor, die Aufklärung
haben wir doch schon lange hinter uns“, werdet Ihr jetzt sagen. Das ist doch
eine Frage des Glaubens, da kann ja jeder machen was er will, kann ja jeder
glauben, was er will. Und wenn ich den Begriff des Bösen und der Sünde
wertfrei, objektiv aus der Ebene des Absoluten definieren kann, auf eine
logische intellektuelle Ebene heben kann? Wagen wir den Versuch:
Empfindet nicht jedes empfindende fühlende Wesen subjektiv jeden anderen,
der ihm Schmerz, Leid im weitesten Sinne, zufügt, als schädlich, böse? Dass
solches Leid einem zur Lehre gereiche und dass man daraus lerne ist
esoterische, psychologische Selbstübertölpelung, „positiv stinking“. Im
Moment des Erlebens wird der Schmerz als böse und der Verursacher als
„Sünder“ empfunden. So haben wir einen allgemeinen Begriff des Bösen, der
Sünde erfunden, da für alle Wesen übereinstimmend. (Masochismus ist
natürlich eine derart pathologische Entartung, dass wir diese Menschen nicht
eigentlich noch als urteilsfähig und zurechnungsfähig bezeichnen können).
Gläubige und Esoteriker, Weiss- wie Schwarzmagier, Mystiker wie Kleinbürger
glauben, dass sich schlechte Taten nicht bezahlt machen. Wieso soll das beim
schwachen, wehrlosen Geschöpf nicht gelten, nur weil wir seine Seele nicht
mehr spüren? Wieder eine autistische Beschränkung auf das
Menschengeschlecht.
Hätten wir tatsächlich eine Verantwortung würde das biblische "Schuld von
uns nehmen" und "immer wieder vergeben
Gottes" keinen Sinn machen. Das ist natürlich für irdisches und esoterisches
Denken, was für religiöses Empfinden blasphemisch ist, dessen bin ich mir bewusst. Aber
denken Sie nach buddhistischer Tradition logisch und überprüfen Sie doch alle Ihre
Glaubenssätze auf Widersprüchlichkeit oder Vereinbarkeit. Die Wahrheit hält der Logik
stand, davon bin ich überzeugt.
Christus nimmt die Schuld von uns, aber
nicht auf sich. Er nimmt sie auch von sich. Genau aus diesen Gründen. Das ist die Lehre
Christi und hat mit der Kreuzigung an und für sich erst einmal gar nichts zu tun,
ist einfach reine Erkenntnislehre, völlig kongruent mit der berühmten Schicksalsergebenheit, dem Fatalismus der Mohammedaner, die Idee hat offenbar schon
mindestens eine Milliarde Menschen überzeugt, die Christen sind sich hingegen nicht ganz
im klaren, was sie da glauben (in ihrem Machbarkeitswahn). Sündenbocktheorie? Religion
ist wohl etwas intelligenter! Und widerspricht sich nicht so sehr, wie viele Anhänger
glauben wollen. Das mag etwas
blasphemisch tönen für viele, aber bei genauerem Hinsehen bleibt nichts anderes übrig.
Wie kann es sonst sein, das die höchste persönliche inkarnierte Gottheit, wie alle
anderen inkarnierten wie in anderen "primitiven" Kulturen, wozu ich auch die
unsere zählen will, den menschlichen Schwächen unterworfen ist, wie es heisst, können
auch die Götter krank werden, davon ist uns bei Christus nichts offiziell überliefert,
aber zumindest musste auch er sich ans Kreuz schlagen lassen.
Wenn wir schon bei den Religionen sind, so bin ich überzeugt, dass das den
"fleischlichen Genüssen entsagen", dem man immer wieder in diesem Zusammenhang
begegnet, eine Verfälschung dieser, eben ursprünglichen, Lehre - dem Töten, dem Fleisch
entsagen- ist. Da haben sich viele Fürsten und Priester und andere
"Autoritäten" (eigentlich autoritäre Leute, worunter ich beileibe nicht
dasselbe verstehe), die sich nicht an die eigentlichen Regeln halten wollten, dazwischen
gemischt und die Lehre willkürlich zum Leidwesen der Erde und ihrer Bewohner abgeändert.
Abgesehen davon, werden wir nicht von derselben Lebenskraft belebt wie die Tiere, ist es
nicht dieselbe geistige Natur, die uns alle inspiriert, gelten nicht für uns alle
dieselben Naturgesetze? Und solche Dinge sind naturimmanente, der Natur innewohnende
Gesetzmässigkeiten, die für uns alle gelten müssen, das liegt im Wesen der Existenz,
der Schöpfung, wenn Sie so wollen. Grundsätzlich verschiedene geistige Existenzarten
sollen sich in nur 2 Prozent genetischer Unterschiede ausdrücken? Denken Sie doch mal
darüber nach. Aber sie dürfen sich ja noch nicht, falls Sie noch Fleisch essen, zu nahe
bei den Tieren fühlen, sonst kommen Sie in einen Konflikt. Und diese Glaubensstrukturen,
auch die der fleischessenden Esoteriker sind halt über Jahrtausende gewachsen! Machen Sie
sich also keinen Vorwurf, wenn das etwas viel ist im Moment, sie spüren einerseits, da
ist etwas dran, andrerseits ist das halt so eine Sache mit den Gewohnheiten. Solche
Widersprüche, wie die der gerade abgehandelte, vom Entscheid und vom Instinkt, diese
lösen sich auf nach einer Zeit Fleischverzicht auf und Sie merken, was Sie alles in die
Tiere projizieren. Projektion? Das gibt es nicht nur in Bezug auf den Menschen. Und das
ist hochinteressant zu beobachten in diesem Zusammenhang.
Die vielfältigen sexuellen Störungen
der Menschen, wie auch Verklemmtheit und Prüderie, auch gegenüber der Nacktheit, hängen
mit der Abspaltung des Triebhaften, dem Zuordnen von letzterem zur Tierwelt zusammen. Ich
denke, diese unterdrückten Energien fallen auch in zerstörerischer Form auf den Menschen
zurück (nachdem sie sich lange genug aufgestaut, haben in Form von jeglicher Gewalt wie
z.B. auch Krieg), werden zwar animalisch genannt, aber die Tiere würden wohl damit nichts
zu tun haben wollen.
Wenn Sie aber daran festhalten müssen, dass Sie entscheiden können, weil sonst
Ihr Weltbild zu sehr aus den Fugen gerät, so gestehen Sie diese "Fähigkeit"
doch aus den oben genannten Gründen auch allen anderen Wesen zu!
Weichen Sie doch die klare Unterscheidung in Ihren Meinungen über Mensch und Tier etwas
auf, und Sie werden mehr über sich, aber auch über die Tiere erfahren.
Es ist gerade dieser ständige Kampf gegen die Natur und gegen die Tierwelten, der diese
Spaltung hervorruft, diese Dualität, in der wir uns wähnen, dieses Gut und Böse,
Räuber und Beute, diese Spannung zwischen diesseitigen und jenseitigen Welten. Das wird
kaum einfach so verschwinden mit Verzicht auf tierische Nahrung, aber diese Überspannung,
dieser grausame Lebenskampf könnte doch sicher durch ein friedliches Zusammenleben mit
den Tieren gemildert werden. Meine Erfahrung war es, dass die vielen Verletzungen mit der
Umstellung auf eine vegetarische Lebensweise, drastisch nachgelassen haben. Viele schwere,
alte Wunden schmerzen noch lange nach, aber so merkt man erst wie man gelebt hat. Man kann
sich so einem friedvolleren Lebenswandel widmen, das ist dann ständiges wieder
Bewusstmachen und an sich Arbeiten und man muss wohl wehrhaft bleiben in dieser oft
brutalen Umgebung, da soll man sich nichts vormachen.
Als Vegetarier könnt Ihr je länger je weniger die Doppelmoral nachvollziehen mit der das
Leben der Menschen im Vergleich mit dem der Tiere gemessen wird, verstehen kann man es
aber schon.
Ich betrachte die gesamte materielle Welt als den Körper Gottes und die geistige Welt als
Geist Gottes. So gesehen sind die Tiere genauso von göttlicher Natur wie wir. Warum sie
davon ausschliessen?! Damit man sie unterdrücken und töten kann! So wurde ja auch lange
Zeit die Unterdrückung der Frauen gerechtfertigt, noch nicht lange ists her, seit die
katholische Kirche ihnen eine Seele zugesteht. Es muss ja nicht erst offiziell werden, bis
wir das über die Tiere auch annehmen können.
So gilt das Argument, wir seien göttliche Geschöpfe, aber die Tiere nicht, für mich
keinesfalls.
Einerseits das Haustier oder die Natur generell mehr lieben als die Mitmenschen, solche
Menschen gibt es viele, und gleichzeitig ein Entrecôte oder auch nur eine Wurst auf dem
Teller. Solche Widersprüche lösen sich erst auf, wenn wir auf den Verzehr von Tieren
verzichten.
"Aber ich habe Fleisch gerne, ich will nicht verzichten."
Können wir nur für einen sinnlichen Genuss das Töten eines Lebewesens verantworten? Wir
rechtfertigen vieles um eines sinnlichen Genusses willen, Prostitution, Alkohol,
Kaffeegenuss und anderen Drogengenuss und sicher noch vieles mehr.
Mit all dem vergrössern wir aber das Elend auf der Welt und nicht zuletzt unser eigenes.
Wer das verantworten kann...
Es gibt auch eine schadlose Sinnlichkeit. Wie herrlich schmeckt ein Glas frisches
Quellwasser, wie nahe sind wir da der Natur, Gott?
Warum haben wir überhaupt Tierärzte? Tiere sind doch nur eine Ware, die kann man doch
fortwerfen, wenn sie kaputtgehen!
Nein, wir wissen, dass das Leben eines Tieres lebenswert sein kann oder könnte.
Oder, wenn man sagt, man sei Vegi, sagen viele, weil sie das
schlechte Gewissen plagt, ich esse auch kein Fleisch, nur ab und zu... oder ich ich esse
auch kein Fleisch mehr, seit ich diese Bilder gesehen habe, nur noch selten... Ja, was
jetzt, nur noch ein bitzeli töten? So ein klein wenig? Das schlechte Gewissen kann (oft
macht einem auch jemand ein schlechtes Gewissen wegen nichts) auch ein wertvoller
Indikator sein, dass man etwas falsch macht.
Wie der grosse, wohl heilige, Max Daetwyler
sagte: "Und ginge ich bis ans Ende der Welt, das Gewissen begleitet mich überall
hin. Und ist die ganze Welt gegen mich, ich will sie besiegen, wenn mein Gewissen mir
Recht gibt."
Und noch ein Zitat vom Philosophen
Helmut F. Kaplan: "Wir brauchen keine neue Moral für die Tiere, wir müssen nur damit
aufhören, die Tiere von der herrschenden Moral auszuschliessen."
Eines der schönsten Zitate, wenn wir schon
dabei sind, ist von George Bernard Shaw: "Tiere sind meine Freunde, ich esse meine
Freunde nicht."
Die Gesellschaft ist nicht besser als die,
die sie einsperrt, im Gegenteil, sie ist mindestens so gewalttätig wie sie, denn mit
jedem Schnitzel begeht sie ja einen Mord (Abermillionen Lebewesen täglich weltweit, man
spüre diese Gewalt in der Atmosphäre, in der Gesellschaft, wenn man noch Fleisch isst,
auch in sich selbst). Hätte sie die Liebe und das "Gut"-sein ,das sie vorgibt
zu haben, wäre es für sie ein Leichtes, alles, was nicht gesund wäre, sofort zu heilen,
besser gesagt, die Liebe würde sich darauf (das Kranke, die Kranken) ausdehnen und es
würde einfach so durch die Wirkung Liebe geheilt, also nicht so, was diese Gesellschaft
unter Heilen versteht: Gleichschalten, Hirnwäsche, Manipulieren, An- und Einpassen,
sondern durch die Wirkung der Liebe würde selbst heilen.
So erklärt sich auch, dass unter den sogenannten Heilern und Therapeuten nicht selten die
gewissenlosesten, lieblosesten und rücksichtslosesten verwirrten Gesellen umtriebig sind.
Nun kommen wir zum Kapitel...
...Fleisch und Karma
Mit Karma sind hier der Einfachheit halber unsere
Handlungen und die Folgen unseres Tuns gemeint. Mit Karma meint der asiatische Mystiker
das Gesetz von Ursache und Wirkung, das actio = reactio des Geistes also. Ursache und
Wirkung sind zwar der Welt der Erscheinungen zugeordnet, aber solange wir noch darin
verstrickt sind, sind wir dazu angehalten, uns damit auseinanderzusetzen, nicht zuletzt,
damit wir uns darin zurechtfinden und dann daraus befreien können.
Wie können wir erwarten, dass unsere Würde, unser Leben geachtet wird, wenn wir das mit
den anderen Lebewesen nicht tun?. Haben wir nicht alle irgendwo, die einen vielleicht
verborgen, die anderen bewusster, Träume, Hoffnungen, Visionen von einem persönlichen
Glück oder gar von einem Paradies für alle? Vielleicht gar auf Erden? Werden dort Tiere
getötet, gequält, gegessen?
Sicher nicht. Zwar, gegessen vielleicht, werden Sie sagen, denn auf den Genuss wollen Sie
ja nicht verzichten. Denken Sie aber immer daran, wir leben nicht in einer nur materiellen
Welt, manche behaupten sogar, sie sei gar nur rein geistig. Dass sie zumindest auch
geistig ist, dafür wäre es höchste Zeit sich zu öffnen. Was sind denn unsere Gedanken,
Energien, Gefühle, Emotionen, etc.? Und Energie geht nicht verloren!
Töten das tun ja andere für mich: Ich erkläre für mich folgendes so: Die Fleischesser
in der Gesellschaft tragen zum Töten durch den Metzger unbewusst aktiv bei. Gedanklich
und auch die anderen Energien werden darauf gerichtet, mit Geld und auch sonst im ganzen
Verhalten. Sie erzeugen die Meinungen, erhalten überlieferte Glaubenssätze aufrecht,
argumentieren entsprechend etc. etc. Sie führen neurotische, kämpferische Beziehungen,
die einen mobben, die anderen stehen mehr auf die subtileren Formen der Gewalt, wie
manipulieren etc. Aber alle kennen Sie das ganze Spektrum, das ich eingangs erwähnt habe.
Sie sind also Mittäter und so von den Folgen ihrer Handlungen nicht ausgeschlossen. Auch
wenn nach Buddha Shakyamuni der Metzger ein spezifisches Karma habe, der ihn zum Töten
der Tiere legitimiere. Und doch ist die ganze Gesellschaft daran beteiligt und so hat es
auch Folgen für alle.
Es heisst ja auch in den buddhistischen Schriften, man soll nur annehmen, was man
überprüft und für richtig befunden hat. Wenn Ihr aber Euch mit dieser Thematik nicht
auseinandersetzen wollt, weil Ihr keine Zeit habt oder weil Ihr an Widerstände kommt,
bitte ich Euch, nehmt doch einfach davon an, was Ihr könnt, bis auf weiteres, es geht um
Leben und Tod, Krankheit und Gesundheit.
Vielleicht macht man sich aber mit diesen Aussagen zu wehrlosen Schwächlingen und eine
vegetarische Gesellschaft wäre dem Untergang geweiht!? Glauben Sie nur, was Sie wollen!
Wenn wir aber vegetarisch leben, so glaube ich, dürfen wir uns die Freiheit herausnehmen,
gewisse Auseinandersetzungen nicht mitmachen zu müssen. Das können wir denen
überlassen, die so leben wollen. Wir können das Friedfertige fördern und das
Gewalttätige hinter uns lassen. Wir dürfen uns auch abgrenzen denen gegenüber, die an
uns "Krafttraining" machen wollen.
Nun zum Thema
Was ist mit Eiern, Fisch, Huhn?
Es gibt ja Leute, die sagen, ich esse auch kein
Fleisch, höchstens ab und zu etwas Huhn oder Truthahn. Das kann ich nicht ganz ernst
nehmen, darauf will ich mich jetzt nicht einlassen. Höchstens zeigt es vielleicht, wie
suggestibel gewisse Menschen sind, denn Geflügel nicht zu den Tieren zu zählen, das ist
ja schiere Willkür.
Eier: In Hühnerzuchten werden alle männlichen Küken beim Ausschlüpfen vergast oder
sonstwie getötet. Wenn die Hühner keine Eier mehr legen, werden sie auch wie eine Ware
entsorgt, sie werden nicht einmal gegessen, vielleicht enden sie als Tierfutter. Oft
werden die Hühner tauchiert, eine Tierquälerei sondergleichen: Der Schnabel wird vorne
angesengt, dort wo sich das empfindlichste Sinnesorgan der Tiere befindet, so werden sie
ruhig gestellt.
Fisch: Fische haben Sinnesorgane, Augen, empfinden Schmerzen, schauen Sie, wie sie an der
Angel zappeln! daher zähle ich sie zu den Tieren, die wir nicht essen sollen.
Sinnesorgane sind übrigens ja auch immer mit Bewusstsein, und damit mit dem, was wir hier
im Westen unter Seele verstehen, verbunden. Denken Sie an den Satz: "Die Augen sind
das Fenster zur Seele."
Zum Thema vegane Ernährung habe ich folgendes notiert:
Tierische Produkte wie Milch, Käse? Die Würde des
Tiers (z.B. als "Nutztier").
Sehen wir die Tiere als nicht von
verschiedener Wesensart als der eigenen an, so müssen wir das Prinzip:
"Behandle die anderen so wie Du gerne behandelt wirst" auch auf sie
ausdehnen, denn: wollen wir mit der Natur oder gegen die Natur (auch im
Grunde die eigene, sie ist nämlich eine friedfertige) leben? So können wir
einen Weg finden, wie wir mit den tierischen Produkten, wie mit Milch, Käse,
Honig, etc. umgehen, die wir den Tieren wegnehmen, die oft auch mit
unwürdiger Behandlung verbunden sind. Machen wir das jeder mit sich selbst
aus. Zumindest bedanken sollen wir uns doch bei den Tieren für das, was wir
von ihnen erhalten. Sicher ist, dass vieles in Sachen Tierhaltung im argen liegt, dass
meist Tiere wie eine Ware behandelt werden. Schon der Begriff "Nutztier" sagt
viel darüber aus, wie wir die Tiere betrachten und wie wir mit ihnen umgehen. Beachten
wir, dass Tiere misshandelt werden bei der Herstellung von Pelzen, Leder, bei
Tierversuchen für Medikamente, Kosmetika etc.
Viele Nahrungsmittel enthalten tierische Zusätze: E471, 472, etc. (Emulgatoren etc.), und
tierische Fette, in Brot, Brezeln. Eier in fast allen Süssspeisen. Kälbermagen wird als
Lab für Käse verwendet. Etc. etc. seien Sie wachsam. Die grosse Masse der Menschen die so
vor sich hinlebt, gestaltet das kollektive Karma. So ist es umso wichtiger, dass immer
mehr einzelne bewusster Leben, damit sich das auf die Mehrheit der Menschen überträgt.
Also genau Sie sind gefragt.
Geben wir allen Wesen die Würde zurück und hoffen wir, dass sie uns dann auch
wiedergegeben wird. Versuchen wir keinem Wesen Leid zuzufügen, den alle Wesen sind belebt
und beseelt.
Ich glaube, dass der erwachsene Mensch keine Milch mehr bräuchte,
so wie das erwachsene Tier keine Milch mehr zu sich nimmt. Allerdings ist der Mensch
über viele Generationen an Milchkonsum gewöhnt und so müsste er sich denselben auch
über 2,3 Generationen wieder abgewöhnen oder doch über eine längere Zeit. Ausserdem ist zu bedenken, dass diese exzessive
Milchproduktion nur mit dieser (mörderischen) exzessiven "Fleischproduktion"
(was für ein Unwort!) möglich ist. Die Kühe müssen erst kalben bevor sie Milch geben
und soviel ich weiss später auch immer wieder. Von diesen Kälbern gäbe es aber viel zu
viele, wollte man sie alle leben lassen, so werden sie dem Metzger zugeführt (oder als
Rinder). (ganz abgesehen davon heisst es doch, dass man, so wie man andere
behandelt, auch selbst behandelt wird, dass alles zurückkommt. Ich bin mir dessen nicht
ganz sicher, aber sollte es so sein, sollen wir uns nicht wundern, wenn wir ausgebeutet
werden, so wie wir andere Wesen ausbeuten.)
Das 2. letzte Kapitel lautet
Das Wesen der Tiere und Menschen und das Wesen der
Pflanzen. Oder: sollen wir nun auch keine Pflanzen mehr essen?
Ich suggeriere die ganze Zeit nun, dass wir vom Wesen her
gleicher Art wie die Tiere sind. Ich versuche das auch zu belegen mit der ähnlichen
Genetik, mit der unsere Körper ausgestattet sind.
Wie verhält es sich mit den Pflanzen? Das ist ein Argument, das ich viel höre:
"Pflanzen sind auch Lebewesen". Fern von mir, das zu bestreiten. Sie haben auch
eine Aura, also gewisse energetische Körper, wie ich schon in einem Kurs erfahren durfte,
wie es auch die moderne Wissenschaft nachweisen kann.
Man könnte eine unterschiedliche
Wesensart von Tier (inkl. Mensch) und Pflanze unterstellen, da sie in der äusseren Welt
einen unterschiedlichen Stoffwechsel aufweisen. So wie Tiere Sauerstoff in Kohlendioxid
umwandeln, so wandelt die Pflanze Kohlendioxid in Sauerstoff um, zu vermuten wäre
vielleicht eine unterschiedliche, sich ergänzende(!) Art im Wesen. Wie ich von der
Frau von Herrn Wolf-Dieter Storl (www.storl.de)
erfahren durfte, "meint er, die Pflanzenwelt opfert sich sehr gerne für die Menschen
und Tiere, vor allem, wenn alles mit Dankbarkeit genommen wird. Schmerzen entstehen dabei
nicht, weil der Schöpfer das alles bestens eingerichtet hat."
Ich habe mir noch die Überlegung gemacht, dass Tier und Mensch die pflanzliche Nahrung in
Erde verwandeln und Pflanzen die Erde in Nahrung für den Menschen, ein perfekter,
natürlicher Kreislauf also.
Das können wir nun glauben oder halt nicht.
Die meisten Mystiker glauben übrigens, auch fleischessende, dass sich Vegetarisch
ernähren eine Höherentwicklung darstellt. Halten Sie sich also nicht auf, setzen Sie
sich zumindest mit dem Thema auseinander. Und halten Sie immer als Ziel Ihren Frieden und
den der Welt vor Augen.
Nun noch die Quintessenz meines Vortrags:
Vision vom Frieden:
Die Natur brauche Jäger und Beute für ein ökologisches
Gleichgewicht, so geht auch eine Behauptung.
Ich erkläre nicht, im Besitze der Weisheit letzten Schlusses zu sein, aber wer reguliert
den grössten Jäger der Welt, den Menschen? Ist das noch ein Regulieren, wenn täglich
Tierarten von der Erdoberfläche verschwinden, Fauna und Flora reduziert wird, der Mensch
die ganze Welt in die Luft jagen könnte?
Krankheiten und Kriege versuchen, den Menschen in Grenzen zu halten, aber könnten wir
nicht den Planeten mit den anderen Bewohnern friedlich teilen? Viel Leid bliebe auch uns
selbst erspart.
Es gibt ein Argument unter Vegetariern, dass wir mehr Nahrung für uns hätten, würden
wir auf Fleisch verzichten, mit Rechnungen wie, wieviel Getreide in einem Kilo Fleisch
stecke etc.
Dieses Argument lasse ich aber nicht gelten, denn wir wollen ja nicht noch alle Tiere
ausrotten und töten, im Gegenteil wir wollen sie natürlich leben lassen.
Pazifismus ohne Vegetarismus ist nur ein Lippenbekenntnis, immerhin ist aber schon eine
verheissungsvolle Entwicklung angezeigt.
Ich komme nochmals auf Tolstoi zurück, der sagte: "Solange es Schlachthöfe gibt,
gibt es Schlachtfelder." Rechnen wir zusammen, was ich bis jetzt gesagt habe, dann
kommen wir auf dasselbe Resultat. Also: Wollen wir Frieden, müssen wir auf Fleisch
verzichten! Auch für persönlichen Frieden, der länger währt, als eine Meditation oder
eine Verliebtheitsphase, müssen wir auf Fleisch verzichten.
Die Aussage von Meistern, man müsse für die Erreichung der Meisterschaft zwar Diät
einhalten, könne aber danach wieder essen, was man wolle, halte ich für verhängnisvoll.
Auch der Meister trägt zum kollektiven Karma bei und der Glaube in diesem Zusammenhang
der Meister könne sein negatives Karma verbrennen, halte ich für Selbstüberschätzung.
Er lädt es höchstens auf seiner Umgebung ab. Und: auf der einen Seite helfen oder heilen
wollen und auf der anderen Seite töten oder töten lassen, wie soll das aufgehen?
Indien hat ja eine lange vegetarische Tradition. Tatsächlich hat Indien auch lange Phasen
von Frieden in seiner Geschichte erlebt und zwar auch als Hochkultur. Wenn Ihr glaubt, ihr
müsst in einer vegetarischen Gesellschaft auf materiellen Wohlstand verzichten, so
täuscht Ihr Euch.
Ich kann mir eine vegetarische oder vegane Welt vorstellen, wo wir uns in ständiger
Achtsamkeit gegenüber allem befinden, so eine Art permanenter Tai-Chi Zustand, wo wir uns
gegenseitig in immer höheren Frieden führen und wer dann noch Auseinandersetzung
braucht, soll sich auf geistigen Ebenen mit gleich starken oder stärkeren messen. Wer
sich an Schwächeren auslässt, ist noch kein Held, aber überall können wir das heute
noch beobachten.
Wie sollen wir aber zu geistiger Ruhe finden, wenn wir so mit der Natur umgehen? Eine
Zeitlang geht das, mit viel Verdrängen.
Ich glaube, dass die Menschheit beinahe
zu lange Zeit zu achtlos mit der Natur umgegangen ist, so dass heute das Leben in allen
Formen auf der Erde gefährdet ist. Mir scheint, dass der einzige Ausweg aus dieser
gefährlichen Situation ist, dass der weitaus grösste Teil der Menschen dazu bereit wird,
auf den Verzehr von Fleisch zu verzichten, sonst werden die Zeiten für uns noch viel
schwieriger, wenn nicht gar die Erde an uns zugrunde geht. Spielt keine Rolle? Sie haben
eh schon resigniert? Das Ende des Lebens bedeutet nicht das Ende der Existenz!
Echte Kultiviertheit beginnt für mich mit dem
Verzicht auf tierische Nahrung und dem Verzicht auf Ausbeutung von Tier und Natur. Eine
Zote oder ein leises Schimpfen wirken für mich noch viel kultivierter als ein Schnitzel auf
dem Teller. Rauchen und Alkohol (in Massen) schätze ich als die geringere Gefahr für die
Gesundheit ein als Fleisch"genuss". Alles zusammen schwächt natürlich den
Menschen gewiss noch mehr. Abgesehen davon rauchen und trinken etc. Vegis i.a. sowieso
eher weniger, da sie das Leben, das der anderen, sowie das eigene, ohnehin gelernt haben
zu achten.
Es braucht vielleicht viel Mut sich die höchsten Ideale, die schönsten Träume und
Visionen zu erschaffen, aufrechtzuerhalten und darauf hinzuarbeiten, aber gibt es eine
edlere Aufgabe im Leben?
Literatur, Internetlinks, und andere Medien
"vegetarisch leben" von Ronald Zürrer und
Armin Risi im Govinda Verlag
"Yoga der Ernährung", von Omraam Mikhaël
Aïvanhov, wobei ich sage, dass Ihr auch keine Fische essen sollt für Euer Seelenwohl.
"Tiere" Song von Nina Hagen (siehe auch meine
Seite
),
Hier gehts noch zur Webseite von

Vedische Kochkunst, leckeres vegetarisches Kochbuch für
indische Speisen.
Auf
findet sich haufenweise
interessantester und erschütternder Informationen und Links. Alles über veganes,
vegetarisches Leben und Links zu vielen Organisationen rund um die Welt, die sich für das
Wohl der Tiere einsetzen.
Auch empfehlenswert:
,
und
und sicher noch vieles mehr. |